Chemie und Energie sind gute Nachbarn im Rhein-Kreis Neuss

Zukunft der Braunkohle im Rheinischen Revier

Der Rhein-Kreis Neuss gehört zu den stärksten Wirtschaftsregionen der Bundesrepublik. Einen maßgeblichen Anteil daran tragen die Chemieindustrie in Dormagen, die Aluminiumindustrie und die Energiewirtschaft in Grevenbroich.

Dies lässt sich eindrucksvoll an verschiedenen Zahlen zeigen: Am Chempark-Standort in Dormagen arbeiten über 9.000 Beschäftigte, die mit einem Nettoeinkommen von rund 260 Millionen Euro in 2017 eine enorme Kaufkraft haben. Zugleich wurde im vergangenen Jahr fast eine halbe Milliarde in den Chemie-Standort investiert.

Die Aluminiumindustrie beschäftigt rund 2.000 Menschen und investiert viel vor Ort – beispielsweise 130 Millionen Euro in eine Automobillinie am Standort Grevenbroich. Über 30.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Braunkohle ab, die in unserer Region mit dem Tagebau und den Kraftwerken in Grevenbroich verortet ist.

Chemie, Aluminium und Energie bilden bei uns ein gewaltiges Plus und stehen zugleich in einer wichtigen Symbiose zueinander. Warum? Einerseits ist die Braunkohle als heimischer Energieträger im Vergleich zu anderen Stromquellen preisgünstig, stabil und in punkto Versorgungssicherheit – insbesondere für unsere Wirtschaft – unerlässlich. Andererseits hat die chemische Industrie mit der Braunkohle bzw. deren Umwandlung in flüssige oder gasförmige Ausgangsstoffe die Chance, unabhängiger von Weltmarktpreisen und -risiken zu werden.

Wir wollen weiterhin eine starke Energie- und Industrieregion bleiben. Ein frühzeitiger Kohleausstieg, ohne Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten, beinhaltet die Gefahr eines Strukturbruches für uns, mit steigenden Energiepreisen und massiven Arbeitsplatzabbau. Wir brauchen eine Energiewende, die sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig und ökologisch verantwortungsvoll gestaltet wird. Was wir nicht brauchen, ist ein symbolisch gesetztes Ausstiegsdatum aus der Braunkohle, ohne Rücksicht auf die Frage, ob dies technisch und wirtschaftlich überhaupt machbar ist.

Deshalb habe ich den „Revier Appell“ der Gewerkschaften IG BCE und ver.di unterzeichnet, damit Chemie- und Energieindustrie weiterhin gute Nachbarn im Rhein-Kreis Neuss bleiben, mit guten und fair bezahlten Arbeits- und Ausbildungsplätzen für künftige Generationen.

Deshalb unterzeichnen auch Sie den „Revier Appell“:

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