„Die einzige Partei, die es verstanden hat, ist die SPD mit Herrn Rainer Thiel“

Kommentar der Bürgerinitiative Contra Konverter Rommerskirchen

Am vergangenen Mittwoch diskutierte der Kreistag des Rhein-Kreises Neuss erneut über einen Standort für einen Konverter im Kreisgebiet. Die SPD-Fraktion hat hierzu einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, der jedoch keine Mehrheit gefunden hat. Stattdessen wurde von einer Mehrheit bestehend aus CDU, FDP, Grünen, UWG/Die Aktive und Linke ein eigener Dringlichkeitsantrag verabschiedet. Die dazugehörige Berichterstattung der Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) kommentiert dieBürgerinitiative Contra Konverter Rommerskirchen wie folgt:

Eine Koalition ohne SPD hat im Kreis beschlossen, die Suche für einen Konverterstandort neu zu starten. Als Bürgerinitiative Contra Konverter Rommerskirchen empfinden wir dies als merkwürdiges Unterfangen, nach verschiedenen Gutachten von ERM im Auftrag von Amprion, die Standortfrage neu aufzurollen. 2014 hatte ERM 20 Standorte im Rhein-Kreis Neuss auserkoren, die ein möglicher Standort für einen Konverter hätten sein können. Mehrere ERM-Gutachten wurden detailliert weiter eingegrenzt, so dass am Schluss die „Kaarster Dreiecksfläche“ und Meerbusch-Osterath, nähe Netzverknüpfungspunkt übrig blieben. Im Übrigen war die „Kaarster Dreiecksfläche“ nicht von AMPRION benannt worden, sondern vom Rhein-Kreis Neuss, Herrn Petrauschke. Dieser Vorschlag des Kreises wurde in ERM-Gutachten mit eingebunden. Die Standortauswahl wurde nach neutralen nachvollziehbaren Kriterien geprüft. Eine Bürgerbeteiligung durch AMPRION hat regelmäßig stattgefunden. Wer involviert war, wusste Bescheid. Wer jetzt glaubt, erneut über den Standort eines Konverters diskutieren zu müssen, hat die Energiewende immer noch nicht verstanden. Wer sich als Politiker von CDU, FDP, Grünen, UWG/Die Aktive und Linke für ein neues Auswahlverfahren ausspricht, hat gepennt; und das seit 2012. Ich habe den Eindruck, die einzige Partei, die es verstanden hat, ist die SPD mit Herrn Rainer Thiel als Fraktionsvorsitzender. Mit der Energiewende sind die Windkraft- und Solarenergie enorm gefördert worden. Der Strom, der als Ersatz für den Strom aus Atomkraftwerken, gebraucht wird, und von den Windparks der Nordsee bis nach Süddeutschland transportiert werden soll, wird zum größten Teil vernichtet, weil Stromleitungen fehlen. Hier muss der Stromkunde jedes Jahr eine Milliarde Euro bezahlen, da u.a. die Ultranetverbindungen bisher nicht gebaut werden konnten. Im Übrigen ist die Dreiecksfläche in Kaarst für einen Konverter als alternativlos zu bezeichnen, hier stört sie am wenigsten. Hätten wir eine solche Fläche wie in Kaarst, hätten wir zum Bau eines Konverters nicht nein sagen können. Wer jetzt die Energiewende verhindert, beutet den Stromkunden aus. Dieses sollten die Parteien im hohen Maße berücksichtigen.

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