Autobahnabfahrt Delrath: SPD fordert die Variante mit der geringsten Belastung für die Bevölkerung

Am 18. September 2018 fand eine frühzeitige Bürgerbeteiligung zur weiteren Planung der Autobahnabfahrt Delrath statt. Aus dieser resultieren zwei Forderungen der SPD-Kreistagsfraktion, die als Antrag in die nächste Sitzung des Nahverkehrs- und Straßenbauausschusses am 10. Oktober 2018 eingebracht werden.

Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende Doris Wissemann aus Dormagen: „Bei der Veranstaltung kam die seitens der Stadt Dormagen 2002/ 2003 vorgeschlagene, vom Rhein-Kreis Neuss jedoch nicht weiter verfolgte Variante 1.1. zurück ins Abstimmungsverfahren. Die weitere Planung und Umsetzung dieser Variante fordern wir nun als SPD.“

Die Variante 1.1. sieht vor, dass die Trasse entlang eines vorhandenen Wirtschaftsweges in einem möglichst engen Bogen parallel zur Autobahn nach Norden geführt wird. Im Gegensatz zur bisher bevorzugten Variante 1 wird bei der Variante 1.1 der Eingriff in die freie Landschaft so weit wie möglich minimiert. „Somit ist sie nicht nur aus naturschutzfachlicher Sicht am geeignetsten, sondern beeinträchtigt auch das Landschaftsbild und Umfeld am wenigsten“, so Wissemann.

Zudem fordert die SPD-Kreistagsfraktion, bei der Planung der nötigen Ausgleichsflächen für den Autobahnanschluss darauf zu achten, dass diese in Abstimmung mit der Stadt Dormagen möglichst komplett auf Delrather Gebiet angelegt werden. „Damit die Delrather Bürgerinnen und Bürger einen ausreichenden Ausgleich für die zusätzlichen Belastungen haben“, erklärt Fraktionsvorsitzender Rainer Thiel. So soll laut den Verkehrsgutachtern von Brilon Bondzio Weiser (2017) der Durchgangsverkehr durch Delrath im Vergleich zum jetzigen Stand um 2.500 Fahrzeuge pro Tag zunehmen, was auch zu einer höheren Lärmbelastung führt.

„Eine Ortsrandeingrünung im Norden als Abschirmung der Anschlussstelle oder eine Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes ‚Zerrenger Büschchen‘ im Süden Delraths würden der Bevölkerung einen entsprechenden Ausgleich bringen“, so Thiel.

Doris Wissemann ist überzeugt, „dass die Umsetzung unserer Forderungen die Akzeptanz des Bauvorhabens durch die Delrather Bevölkerung deutlich verbessern wird und zugleich einen Beitrag zur Verfahrensbeschleunigung leisten kann.“ Dies wurde auch in Gesprächen zwischen der SPD-Kreistagsfraktion und den Delrather Bürgerinitiative an Rande der Bürgerbeteiligung sehr deutlich.

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